Interview mit Dr. Pichelmaier

Dr. Pichelmaier stellt seine Tätigkeit vorInterview “Chirurgie Online” sprach mit dem Wiener Nasenspezialisten Dr. Michael Pichelmaier zum Thema der Nasenchirurgie:

Viele Menschen sind mit ihrer Nase unzufrieden und überlegen eine operative Korrektur. Was ist ihre Meinung dazu?

Dr. Pichelmaier: Der Wunsch nach einer funktionell ästhetischen Nasenkorrektur ist für mich absolut nachvollziehbar und verständlich. Eine Nasenkorrektur sollte jedoch nur von einem erfahrenen Arzt oder unter Aufsicht eines solchen durchgeführt werden.
Die Lernkurve bei Nasenkorrekturen ist enorm und man braucht sehr viel Erfahrung um gute Ergebnisse erzielen zu können!

Wie erkennt man als Patient, ob der Arzt seinen Erwartungen entspricht?

Dr. Pichelmaier: Fragen Sie ihn wie oft er den Eingriff vorgenommen hat? Vielleicht kann er auch vorher/nachher Fotos zeigen? Achten Sie auch darauf ob Ihre Nase eingehend auf Funktion geprüft wird. Fotodokumentation und eingehende Beratung sollten sowieso selbstverständlich sein. Fotosimulationen dienen der Veranschaulichung und helfen auch ein Gespür dafür zu bekommen, ob die Wünsche der Patienten mit einer möglichst hohen Wahrscheinlichkeit auch erfüllbar bzw. realistisch sind.
Falls hier bereits unterschiedliche Meinungen vorherrschen, sollte man den Eingriff besser nicht durchführen!?

Woher kommt Ihre Leidenschaft für diesen speziellen chirurgischen Bereich?

Dr. Pichelmaier: Ich war immer eher der chirurgisch, handwerklich interessierte Typ, bereits im Studium hat mich die menschliche Anatomie sehr fasziniert!
Im Rahmen meiner HNO Facharztausbildung  hatte ich dann die Möglichkeit diese Operationen zu erlernen.
Die Entscheidung nach der Ausbildung dann den Sprung ins kalte Wasser zu wagen und in Deutschland für diverse ästhetische Kliniken unzählige Nasenkorrekturen durchzuführen zu können, hat mir dann eben diesen grundlegenden Erfahrungsschatz gebracht um mittlerweile auch wirklich mit entsprechenden OP Fallzahlen ausgestattet zu sein.

Warum haben Sie sich auf ein Thema spezialisiert und warum hier ausgerechnet auf Nasenoperationen?

Dr. Pichelmaier: Auslöser sind auch wahrscheinlich Erfahrungen, die ich durch meine eigene Nasenoperation gemacht habe!
Ästhetik und Funktion – das unter einen Hut zu bekommen ist für mich eine Herausforderung, der ich mich sehr gerne stelle.

Ein weiterer Aspekt ist auch die Tatsache, dass es wenige wirkliche Nasenspezialisten gibt. Diese Tätigkeit erfordert auch, ständig neu dazu lernen – wer das nicht tut, wird wie in jedem Beruf keinen dauerhaften Erfolg haben!

Wie läuft eine Nasen-OP eigentlich ab?

Dr. Pichelmaier: Nachdem alles ausführlich besprochen wurde, erfolgt die Operation üblicherweise in Vollnarkose.  Dämmerschlafnarkosen empfehle ich nicht mehr, da es unangenehm für den Patienten sein kann und im schlimmsten Fall auch eine große Gefahr darstellt! (Aspirationsgefahr)
Eine Nasenschiene wird für circa 2 Wochen getragen. Nach 2-3 Wochen ist man wieder gesellschaftsfähig, und nach circa 9 Monaten ist das endgültige Ergebnis sichtbar.

Wie fühlen Sie sich persönlich, wenn Sie einer Patientin mit einer solchen OP zu einem positiveren Körpergefühl verholfen haben?

Dr. Pichelmaier: Glücklich und froh, es ist für mich ein ganz tolles Gefühl. Man profitiert persönlich auch von dem Glücksgefühl des Patienten.
Sollte jedoch einmal etwas nicht ganz passen, ist es natürlich auch für mich enttäuschend.
Gottlob sind diese Verläufe sehr selten und auch üblicherweise durch einen Folgeeingriff gut korrigierbar.

Was kostet eine Nasenkorrektur?

Dr. Pichelmaier: Der Preis hängt sehr von Art und Umfang der Operation ab. Üblich sind Preise von € 4.000 – € 6.000.

Patienten haben immer wieder große Angst vor den Schmerzen einer Nasenkorrektur! Ist eine solche Angst berechtigt?

Dr. Pichelmaier: Es besteht absolut kein Grund, vor einer Nasen OP Angst zu haben! Patienten haben z.B. immer wieder Angst vor den Tamponaden, die müssen aber nicht schmerzhaft sein!
Ich persönlich verwende lediglich kleine Schaumstofftamponaden für 1 Nacht.
Das schauerlich beschriebene Knochenbrechen bei einem Höcker ist in Wahrheit ein filigraner Schleif/Meißel Prozess mit Mini Instrumenten.

Man muss sagen, dass sich auch die Medizintechnik weiterentwickelt hat und wir sind in der Lage, schmerzarm und mit geringen postoperativen Schwellungen zu behandeln.